Nadine Julitz: Junge Menschen beteiligen und ihre Stimmen ernst nehmen
Für unsere Region.
Für unsere Menschen.
Für unsere Zukunft.
Junge Menschen beteiligen
Entscheidungen über Bildung, Mobilität, Freizeitangebote, Digitalisierung und kommunale Entwicklung betreffen junge Menschen unmittelbar. Nadine Julitz gehörte der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ an und wirkte damit an einem umfangreichen parlamentarischen Prozess mit, in dem die Erfahrungen und Forderungen junger Menschen ausdrücklich einbezogen wurden.
Jugendpolitik sollte gemeinsam mit jungen Menschen entstehen
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erleben unmittelbar, wie politische Entscheidungen ihren Alltag verändern. Trotzdem verfügen sie nicht in allen Bereichen über dieselben formalen Einflussmöglichkeiten wie ältere Bevölkerungsgruppen.
Schule, Ausbildung, öffentlicher Nahverkehr, Jugendclubs, Sportstätten, digitale Infrastruktur und Freizeitangebote bestimmen wesentlich darüber, ob junge Menschen sich in ihrer Heimat wohlfühlen und eine Zukunftsperspektive sehen.
Beteiligung bedeutet deshalb, junge Menschen nicht erst dann zu informieren, wenn eine Entscheidung bereits getroffen wurde. Ihre Erfahrungen und Vorschläge sollten möglichst frühzeitig in Planungs- und Entscheidungsprozesse einfließen.
Nadine Julitz gehörte nach dem offiziellen Abgeordnetenporträt des Landtags der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ als ordentliches Mitglied an.
Die Kommission untersuchte die Lebenslagen junger Menschen und verband parlamentarische Beratungen, wissenschaftliche Gutachten, Sachverständigenanhörungen und einen umfangreichen Beteiligungsprozess miteinander.
Der Ansatz ist wichtig: Gute Jugendpolitik entsteht nicht nur durch Annahmen darüber, was junge Menschen benötigen. Sie braucht den direkten Austausch mit denjenigen, die von Entscheidungen betroffen sind.
Jugendbeteiligung auf einen Blick
Beteiligung kann in Schulen, Städten, Gemeinden, Vereinen und auf Landesebene stattfinden. Entscheidend ist, dass sie verständlich, zugänglich und wirksam gestaltet wird.
Mitglied der Enquete-Kommission „Jung sein in MV“
Der Landtag setzte die Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ im Jahr 2022 ein. Nadine Julitz gehörte dem Gremium als ordentliches Mitglied an.
Eine Enquete-Kommission dient dazu, umfangreiche und langfristige gesellschaftliche Fragen genauer zu untersuchen. Neben Abgeordneten arbeiten auch externe Sachverständige in einem solchen Gremium mit.
Die Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ bestand aus 13 Abgeordneten und zwölf nichtparlamentarischen Expertinnen und Experten. Gemeinsam untersuchten sie Lebenslagen, Herausforderungen und Zukunftschancen junger Menschen.
Im Mittelpunkt standen vier große Themenbereiche: gesellschaftliche Beteiligung, formale und non-formale Bildung, gesundes und sicheres Aufwachsen sowie kinder- und jugendgerechte Infrastruktur und Lebensräume.
Die Tätigkeit in der Kommission verband fachliche Beratung mit einer unmittelbaren Auseinandersetzung mit den Erfahrungen junger Menschen aus unterschiedlichen Regionen des Landes.
Mehr als 4.500 junge Menschen brachten sich ein
Ein besonderer Bestandteil der Kommissionsarbeit war der Beteiligungsprozess #mitmischenMV . Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene konnten dort ihre Wünsche, Probleme, Erfahrungen und Zukunftsideen einbringen.
Nach Angaben des Landtags beteiligten sich innerhalb von zweieinhalb Jahren mehr als 4.500 junge Menschen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern. Dafür fanden über 80 Veranstaltungen statt.
Zu den Formaten gehörten unter anderem Workshops, Jugendkonferenzen, Vor-Ort-Veranstaltungen und digitale Beteiligungsmöglichkeiten. Damit sollten unterschiedliche Gruppen und Lebenssituationen erreicht werden.
Die Rückmeldungen wurden gesammelt, ausgewertet und in einem Kinder- und Jugendgutachten zusammengeführt. Die Ergebnisse flossen anschließend in die Beratungen und Empfehlungen der Enquete-Kommission ein.
Damit blieb Beteiligung nicht auf einzelne Gespräche beschränkt. Die Beiträge wurden dokumentiert und als Teil des offiziellen parlamentarischen Prozesses behandelt.
Junge Menschen als Fachleute für ihren eigenen Alltag
Erwachsene können statistische Daten auswerten und politische Programme entwickeln. Sie erleben jedoch nicht automatisch, wie sich der Alltag junger Menschen heute tatsächlich anfühlt.
Jugendliche wissen aus eigener Erfahrung, ob ein Bus nach dem Training noch fährt, ob ein Jugendclub erreichbar ist, wie digitale Technik im Unterricht funktioniert oder welche Orte in einer Gemeinde fehlen.
Sie können außerdem beschreiben, welche Belastungen, Erwartungen und Zukunftsfragen ihre Generation beschäftigen. Dazu gehören Schule, Ausbildung, mentale Gesundheit, Wohnmöglichkeiten, Mobilität, gesellschaftlicher Zusammenhalt und digitale Lebenswelten.
Beteiligung erkennt diese Erfahrungen als relevante Wissensquelle an. Junge Menschen werden dadurch nicht zu alleinigen Entscheidungsträgern. Ihre Perspektive wird jedoch zu einem ernsthaften Bestandteil der Abwägung.
Beteiligung muss frühzeitig beginnen
Ein Beteiligungsverfahren ist wenig glaubwürdig, wenn eine Entscheidung bereits feststeht und junge Menschen nur noch zwischen unwesentlichen Varianten wählen können.
Gute Beteiligung beginnt deshalb in einer frühen Planungsphase. Zunächst sollte verständlich erklärt werden, worum es geht, welche Zuständigkeiten bestehen und an welchen Punkten noch Gestaltungsmöglichkeiten vorhanden sind.
Das gilt beispielsweise bei der Planung eines Jugendtreffs, einer Sportanlage, eines Spielplatzes, einer Busverbindung oder eines neuen Schulkonzeptes.
Werden junge Menschen frühzeitig beteiligt, können ihre Vorschläge noch in die Planung einfließen. Gleichzeitig lassen sich unrealistische Erwartungen vermeiden, wenn finanzielle, rechtliche oder technische Grenzen offen erklärt werden.
Rückmeldungen schaffen Vertrauen
Beteiligung endet nicht mit einem Workshop oder einer Umfrage. Junge Menschen sollten erfahren, wie ihre Vorschläge ausgewertet wurden und welche Entscheidungen daraus folgen.
Nicht jede Forderung kann vollständig umgesetzt werden. Finanzielle Mittel, Zuständigkeiten, Sicherheitsfragen und unterschiedliche Interessen können Grenzen setzen.
Entscheidend ist, diese Gründe nachvollziehbar zu erklären. Eine begründete Ablehnung ist glaubwürdiger als ein Beteiligungsverfahren, nach dem keine Rückmeldung mehr erfolgt.
Rückkopplung zeigt, dass die eingesetzte Zeit und das Engagement der jungen Beteiligten ernst genommen werden. Sie stärkt außerdem die Bereitschaft, sich später erneut einzubringen.
Jugendparlamente und Jugendbeiräte stärken
Kinder- und Jugendparlamente, Jugendräte und vergleichbare Gremien ermöglichen eine regelmäßige und strukturierte Interessenvertretung.
Junge Mitglieder können Themen sammeln, Anträge formulieren, Projekte entwickeln und mit Stadtvertretungen, Gemeinderäten oder Verwaltungen ins Gespräch kommen.
Damit solche Gremien wirksam arbeiten können, benötigen sie klare Rechte, verlässliche Ansprechpartner, geeignete Räume, ein eigenes Budget und Unterstützung bei organisatorischen Fragen.
Die Konferenz der Kinder- und Jugendparlamente im Landtag bietet engagierten jungen Menschen aus unterschiedlichen Kommunen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen.
Offene und projektbezogene Beteiligung ermöglichen
Nicht alle jungen Menschen möchten dauerhaft Mitglied eines Gremiums sein. Deshalb braucht Jugendbeteiligung auch offene und zeitlich begrenzte Formate.
Jugendforen, Zukunftswerkstätten, Ideenwerkstätten, Befragungen und Projektgruppen können sich auf konkrete Vorhaben konzentrieren. Dadurch können auch junge Menschen teilnehmen, die wenig Zeit haben oder sich nur für ein bestimmtes Thema interessieren.
Bei einem neuen Sportplatz können beispielsweise diejenigen beteiligt werden, die ihn später nutzen. Bei einer Änderung von Busverbindungen können Schülerinnen, Schüler und Auszubildende ihre tatsächlichen Wege und Zeiten darstellen.
Unterschiedliche Formate ergänzen einander. Ein dauerhaftes Jugendgremium kann Themen kontinuierlich begleiten, während offene Beteiligung zusätzliche Perspektiven erreicht.
Mitbestimmung an Schulen ernst nehmen
Schule ist für viele junge Menschen der Ort, an dem sie einen großen Teil ihres Alltags verbringen. Deshalb ist schulische Mitwirkung ein wichtiger Bereich demokratischer Erfahrung.
Klassensprecherinnen und Klassensprecher, Schülerräte, Kreis- und Stadtschülerräte sowie der Landesschülerrat vertreten Interessen auf unterschiedlichen Ebenen.
Die Beteiligung kann sich auf Schulordnung, Projekte, Veranstaltungen, Lernbedingungen, Pausengestaltung und weitere Fragen des Schullebens beziehen.
Die offizielle Seite zur Schulmitwirkung in Mecklenburg-Vorpommern informiert über Interessenvertretungen von Schülerinnen, Schülern und Eltern.
Demokratische Mitwirkung wird besonders glaubwürdig, wenn Schülerinnen und Schüler nicht nur organisatorische Aufgaben übernehmen, sondern auch bei relevanten Fragen gehört werden.
Digitale Beteiligung sinnvoll nutzen
Digitale Formate können Beteiligung erleichtern. Online- Umfragen, Videokonferenzen, digitale Ideenplattformen und soziale Medien erreichen junge Menschen unabhängig von ihrem unmittelbaren Wohnort.
Das ist für ein Flächenland besonders relevant. Wer weit von größeren Städten entfernt lebt, kann nicht für jede Sitzung oder Veranstaltung lange Wege zurücklegen.
Digitale Beteiligung benötigt jedoch verständliche Datenschutzinformationen, sichere Systeme, Moderation und barrierearme Zugänge. Außerdem dürfen Menschen ohne passende Geräte oder stabile Internetverbindung nicht ausgeschlossen werden.
Präsenz- und Onlineformate sollten sich deshalb ergänzen. Die persönliche Diskussion schafft Beziehungen, während digitale Angebote Reichweite und zeitliche Flexibilität erhöhen.
Jugendbeteiligung stärkt die Zukunft der Region
Wer sich an der Gestaltung des eigenen Ortes beteiligen kann, entwickelt häufig eine stärkere Verbindung zur Gemeinde und zur Region.
Junge Menschen erleben, dass Veränderungen nicht nur von anderen ausgehen müssen. Sie können eigene Ideen entwickeln, Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden und Verantwortung übernehmen.
Davon profitieren auch Städte und Gemeinden. Jugendliche machen auf Bedarfe aufmerksam, die in Verwaltungsdaten oder Sitzungsunterlagen nicht immer sichtbar werden.
Für die Mecklenburgische Seenplatte ist diese Perspektive besonders wichtig. Ob junge Menschen bleiben, zurückkehren oder fortziehen, hängt auch davon ab, ob sie sich gehört, willkommen und an der Entwicklung ihrer Heimat beteiligt fühlen.
Die Enquete-Kommission in Zahlen
Die Kommission verband parlamentarische Arbeit, wissenschaftliche Expertise und direkte Jugendbeteiligung. Ihr Abschlussbericht wurde 2026 dem Landtag vorgelegt.
Wie der Beteiligungsprozess #mitmischenMV funktionierte
Der Prozess sollte junge Menschen nicht nur über die Arbeit der Kommission informieren. Ihre Rückmeldungen wurden gesammelt, ausgewertet und in die parlamentarische Beratung eingebracht.
Informieren
Junge Menschen erhielten verständliche Informationen über die Themen und den Auftrag der Enquete-Kommission.
Beteiligen
Ideen, Wünsche, Kritik und Erfahrungen konnten bei Veranstaltungen und über digitale Wege eingebracht werden.
Auswerten
Die Rückmeldungen wurden thematisch zusammengeführt, dokumentiert und wissenschaftlich begleitet.
Beraten
Die Kinder- und Jugendgutachten wurden in der Kommission vorgestellt und bei der Erarbeitung von Empfehlungen verwendet.
Veröffentlichen
Ergebnisse, Forderungen, Gutachten und Abschlussunterlagen wurden öffentlich zugänglich gemacht.
Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses sind weiterhin auf der offiziellen Aktionsseite mitmischen-mv.de abrufbar.
Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz in MV
Das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz ist Teil des Jugendbeteiligungs- und Vielfaltsgesetzes vom 19. März 2024. Es schafft einen landesrechtlichen Rahmen für Beteiligung auf kommunaler Ebene und bei Vorhaben des Landes.
Das Gesetz beschreibt Beteiligung nicht als einmalige freiwillige Aktion. Es sieht Strukturen, Verfahren und Unterstützungsangebote vor, mit denen Kinder und Jugendliche regelmäßig einbezogen werden können.
Diese Darstellung dient der allgemeinen Information und ersetzt keine rechtliche Prüfung. Der vollständige und aktuelle Wortlaut ist im offiziellen Gesetzestext nachzulesen.
Welche Formen von Jugendbeteiligung möglich sind
Nicht jedes Thema und nicht jede Gruppe benötigt dasselbe Format. Gute Beteiligung verbindet dauerhafte Gremien, offene Angebote, projektbezogene Formate und digitale Möglichkeiten.
Kinder- und Jugendparlament
Gewählte oder demokratisch bestimmte Mitglieder vertreten Interessen junger Menschen regelmäßig gegenüber Politik und Verwaltung.
Jugendbeirat
Ein Jugendbeirat kann Vorhaben begleiten, Stellungnahmen entwickeln und kommunale Gremien bei jugendrelevanten Fragen beraten.
Jugendforum
An einem Jugendforum können sich auch junge Menschen beteiligen, die keinem dauerhaften Gremium angehören.
Zukunftswerkstatt
In einer Zukunftswerkstatt entwickeln junge Menschen konkrete Ideen zu einem Ort, einer Einrichtung oder einer politischen Fragestellung.
Schülervertretung
Klassen-, Schul-, Kreis- und Landesschülerräte vertreten Interessen innerhalb des Bildungssystems.
Onlinebeteiligung
Umfragen, digitale Ideenplattformen und Videokonferenzen können Beteiligung unabhängig von Entfernung und Veranstaltungsort ermöglichen.
Jugend im Landtag
Das Projekt bringt Jugendliche mit Abgeordneten zusammen, damit sie politische Forderungen erarbeiten und direkt diskutieren können.
Jugendkonferenz
Jugendkonferenzen verbinden Workshops, Austausch und Gespräche mit politischen oder kommunalen Entscheidungsträgern.
Vereine und Jugendverbände
Jugendverbände, Sportvereine, Feuerwehren und Initiativen bieten jungen Menschen Räume für Selbstorganisation und Verantwortung.
Acht Grundlagen glaubwürdiger Jugendbeteiligung
Beteiligung wirkt nur dann nachhaltig, wenn junge Menschen den Prozess verstehen, tatsächlich Einfluss nehmen können und eine Rückmeldung erhalten.
Klare Informationen
Thema, Zuständigkeiten, Zeitplan und Entscheidungsspielräume müssen verständlich erklärt werden.
Früher Beginn
Beteiligung sollte stattfinden, solange wesentliche Punkte noch veränderbar sind.
Freiwilligkeit
Junge Menschen sollten ohne Druck entscheiden können, ob und wie sie sich beteiligen.
Vielfältige Zugänge
Unterschiedliche Zeiten, Orte und Formate helfen, mehr Lebenslagen und Gruppen zu erreichen.
Echte Einflussmöglichkeiten
Beteiligung braucht erkennbare Bereiche, in denen Vorschläge Entscheidungen tatsächlich verändern können.
Unterstützung
Moderation, Räume, Technik, Fahrtkosten und fachliche Begleitung können eine Teilnahme erst ermöglichen.
Rückmeldung
Ergebnisse und Entscheidungen müssen verständlich an die jungen Beteiligten zurückgemeldet werden.
Verlässlichkeit
Beteiligung sollte dauerhaft organisiert und nicht nur bei einzelnen öffentlichkeitswirksamen Terminen angeboten werden.
Jugendbeteiligung in der Mecklenburgischen Seenplatte
In einer weitläufigen Region müssen Beteiligungsangebote besonders darauf achten, dass Entfernung und Mobilität nicht über die Möglichkeit zur Mitwirkung entscheiden.
Junge Menschen in Dörfern und kleineren Gemeinden benötigen ebenso Zugang zu politischen Gesprächen und Beteiligungsformaten wie Jugendliche in größeren Städten.
Beteiligung in Schule und digitalem Raum
Junge Menschen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in Schulen und digitalen Räumen. Beide Bereiche sind deshalb wichtige Orte demokratischer Erfahrung.
Demokratie im Schulalltag erleben
Schülervertretungen ermöglichen, Interessen zu bündeln, Vorschläge einzubringen und Verantwortung für das Schulleben zu übernehmen.
Wichtig sind transparente Zuständigkeiten, regelmäßige Treffen und ein verlässlicher Austausch mit Schulleitung, Lehrkräften und Schulkonferenz.
Beteiligung an Schule kann über Veranstaltungen hinausgehen. Sie kann Lernbedingungen, Schulklima, Projekte, Pausenangebote und die Gestaltung gemeinsamer Räume betreffen.
Onlinebeteiligung zugänglich gestalten
Digitale Beteiligung kann junge Menschen schnell und ortsunabhängig erreichen. Sie eignet sich für Befragungen, Ideensammlungen, Diskussionen und hybride Veranstaltungen.
Gleichzeitig müssen Datenschutz, Moderation und Schutz vor Beleidigungen oder Manipulation berücksichtigt werden.
Digitale Verfahren dürfen nicht diejenigen ausschließen, die keine geeigneten Geräte, eingeschränkte Medienkompetenz oder eine instabile Internetverbindung haben.
Politische Beteiligung praktisch kennenlernen
Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern bietet verschiedene Projekte an, mit denen junge Menschen parlamentarische Abläufe kennenlernen und politische Fragen diskutieren können.
Beim Projekt „Jugend im Landtag“ entwickeln Jugendliche gemeinsam politische Forderungen und besprechen diese mit Abgeordneten. Veranstaltungen können im Landtag oder dezentral in verschiedenen Regionen stattfinden.
„Jugend debattiert“ stärkt die Fähigkeit, unterschiedliche Standpunkte zu prüfen, Argumente verständlich vorzutragen und fair miteinander zu diskutieren.
Die Konferenz der Kinder- und Jugendparlamente bringt junge Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Beteiligungsgremien zusammen. Dort können sie Projekte vorstellen, Erfahrungen austauschen und mit der Landespolitik ins Gespräch kommen.
Solche Angebote ersetzen keine dauerhaften Beteiligungsrechte vor Ort. Sie können jedoch politisches Wissen vermitteln, Selbstvertrauen stärken und neue Kontakte zwischen jungen Menschen und politischen Institutionen schaffen.
Nadine Julitz und die Perspektive junger Menschen
Nadine Julitz ist seit Oktober 2016 Mitglied des Landtags Mecklenburg-Vorpommern und vertritt den Wahlkreis Mecklenburgische Seenplatte III über ein Direktmandat.
Als Mitglied der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ wirkte sie an der Untersuchung der Lebenslagen junger Menschen und an der Erarbeitung politischer Empfehlungen mit.
Ihre weiteren fachpolitischen Zuständigkeiten umfassen berufliche Bildung, politische Bildung, Medien und Medienkompetenz. Diese Bereiche stehen in enger Verbindung zur Jugendbeteiligung.
Politische Bildung hilft jungen Menschen, Institutionen, Entscheidungswege und demokratische Rechte zu verstehen. Medienkompetenz ist wichtig, um Informationen zu bewerten und sich sicher an digitalen Diskussionen zu beteiligen.
Berufliche Bildung betrifft wiederum die Frage, welche Zukunftsperspektiven junge Menschen nach der Schule erhalten. Gute Jugendpolitik verbindet deshalb Mitbestimmung mit Bildung, Ausbildung und einer erreichbaren Infrastruktur.
Offizielle Quellen und weiterführende Informationen
Alle folgenden Verlinkungen führen ausschließlich zu externen offiziellen oder institutionellen Informationsangeboten. Diese Landingpage enthält keine internen Themencluster-Verlinkungen zu anderen Blogbeiträgen.
Offizielles Abgeordnetenporträt
Informationen zu Mandat, Funktionen und Gremientätigkeiten von Nadine Julitz.
Abgeordnetenporträt öffnenEnquete-Kommission „Jung sein in MV“
Übersicht über Auftrag, Zusammensetzung, Themen, Beteiligungsprozess und parlamentarische Arbeit der Kommission.
Enquete-Kommission öffnenErgebnisse der Enquete-Kommission
Zugang zum Abschlussbericht, zur verständlichen Zusammenfassung und zu weiteren Ergebnisdokumenten.
Ergebnisse und Dokumente öffnenVollständiger Bericht 2022–2026
Der ausführliche Bericht dokumentiert Arbeitsweise, Erkenntnisse, Gutachten und politische Empfehlungen der Enquete-Kommission.
Abschlussbericht als PDF öffnenKinder- und Jugendgutachten
Ergebnisse, Forderungen und Rückmeldungen aus dem landesweiten Beteiligungsprozess junger Menschen.
Beteiligungsergebnisse öffnenKinder- und Jugendbeteiligungsgesetz
Offizielle Lesefassung der gesetzlichen Regelungen zur Beteiligung auf kommunaler Ebene und bei Vorhaben des Landes.
Gesetzestext als PDF öffnenJugendprojekte des Landtags
Übersicht über „Jugend im Landtag“, „Jugend debattiert“ und die Konferenz der Kinder- und Jugendparlamente.
Jugendprojekte öffnenJugend im Landtag
Informationen über das Beteiligungsprojekt und den direkten Austausch von Jugendlichen mit Abgeordneten.
Jugend im Landtag öffnenKinder- und Jugendparlamente
Informationen über die landesweite Konferenz kommunaler Kinder- und Jugendgremien.
Konferenzseite öffnenSchulmitwirkung
Informationen über Schülervertretungen, Landesschülerrat und weitere Mitwirkungsgremien im Bildungsbereich.
Schulmitwirkung öffnenJugendbeteiligung und Jugendpolitik
Informationen, Projekte, Veranstaltungen und Materialien zu Beteiligung, Jugendverbandsarbeit und Engagement.
Landesjugendring öffnenInteressenvertretung der Schülerinnen und Schüler
Informationen über Aufgaben, Positionen und Arbeit des Landesschülerrates Mecklenburg-Vorpommern.
Landesschülerrat öffnenHäufig gestellte Fragen zur Jugendbeteiligung
Die Antworten fassen die wichtigsten öffentlich dokumentierten Informationen und grundlegenden Begriffe zusammen.
Was versteht man unter Jugendbeteiligung?
Jugendbeteiligung bedeutet, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre Erfahrungen, Meinungen und Vorschläge in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbringen können, von denen sie betroffen sind.
Welche Rolle hatte Nadine Julitz in der Enquete-Kommission?
Nadine Julitz gehörte der Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ als ordentliches parlamentarisches Mitglied an.
Was war die Enquete-Kommission „Jung sein in MV“?
Die Enquete-Kommission war ein Sondergremium des Landtags. Abgeordnete und externe Fachleute untersuchten gemeinsam die Lebenslagen junger Menschen und entwickelten Empfehlungen für die Landespolitik.
Wann arbeitete die Enquete-Kommission?
Der Landtag setzte die Kommission 2022 ein. Sie schloss ihre inhaltliche Arbeit 2026 ab und legte dem Parlament einen ausführlichen Abschlussbericht vor.
Was war #mitmischenMV?
#mitmischenMV war der Beteiligungsprozess der Enquete-Kommission. Junge Menschen konnten bei Workshops, Konferenzen, Vor-Ort-Veranstaltungen und über digitale Wege ihre Erfahrungen und Forderungen einbringen.
Wie viele junge Menschen beteiligten sich an #mitmischenMV?
Nach Angaben des Landtags beteiligten sich mehr als 4.500 junge Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern bei mehr als 80 Veranstaltungen.
Was geschah mit den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses?
Die Rückmeldungen wurden ausgewertet und in einem Kinder- und Jugendgutachten dokumentiert. Die Ergebnisse flossen in die Beratungen und Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission ein.
Was regelt das Kinder- und Jugendbeteiligungsgesetz in MV?
Das Gesetz enthält Regelungen zur Beteiligung junger Menschen bei Planungen des Landes, zur Förderung einer Geschäftsstelle für Beteiligung und zu kommunalen Beteiligungsgremien. Für die genaue Auslegung ist der amtliche Gesetzestext maßgeblich.
Müssen Kommunen Jugendparlamente einrichten?
Das Gesetz formuliert, dass Städte und amtsfreie Gemeinden im Rahmen ihrer jeweiligen Leistungsfähigkeit Beiräte oder vergleichbare Beteiligungsgremien einrichten sollen. Einzelheiten sind vom geltenden Recht und den kommunalen Hauptsatzungen abhängig.
Welche Formen der Jugendbeteiligung gibt es?
Beispiele sind Jugendparlamente, Jugendbeiräte, Schülervertretungen, Jugendforen, Zukunftswerkstätten, Jugendkonferenzen, projektbezogene Arbeitsgruppen, Befragungen und digitale Beteiligungsangebote.
Was macht gute Jugendbeteiligung aus?
Gute Beteiligung beginnt frühzeitig, erklärt Entscheidungsspielräume verständlich, erreicht unterschiedliche Gruppen, ermöglicht tatsächlichen Einfluss und gibt anschließend eine nachvollziehbare Rückmeldung.
Warum ist Jugendbeteiligung im ländlichen Raum besonders wichtig?
Große Entfernungen, eingeschränkte Busverbindungen und wenige zentrale Treffpunkte können Beteiligung erschweren. Dezentrale und digitale Formate können helfen, junge Menschen in kleineren Orten zu erreichen.
Wie können Schülerinnen und Schüler mitbestimmen?
Mitwirkung ist unter anderem über Klassensprecherinnen und Klassensprecher, Schülerräte, Schulkonferenzen, Kreis- und Stadtschülerräte sowie den Landesschülerrat möglich.
Ist diese Landingpage eine offizielle Seite von Nadine Julitz?
Nein. Diese Seite ist als privat erstellte Unterstützer- und Informationsseite konzipiert. Verbindliche und aktuelle Informationen finden sich auf den verlinkten offiziellen Internetseiten.
Mitreden, informieren und Zukunft mitgestalten
Jugendbeteiligung beginnt dort, wo junge Menschen leben und lernen: in Schulen, Jugendverbänden, Vereinen, Städten und Gemeinden. Informieren Sie sich über bestehende Gremien und Beteiligungsangebote oder bringen Sie ein konkretes Thema bei den zuständigen kommunalen Stellen ein.

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